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Margit Abai |
Im April 2004 trafen sich die
ungarische Familie Abai aus Pecs und Familie Brähler aus Zillbach anlässlich des
1. Europäischen Familienkongresses in Schönstatt. Eine Woche lang stand das
Zusammenwachsen Europas im Sinne des Vernetzens der Herzen im Mittelpunkt.
Es war „Liebe auf
den ersten Blick“. Auch wenn beide Orte nicht gerade um die Ecke liegen, so
gab es doch mindestens einmal im Jahr ein Familientreffen.
2005 reisten
Brähler´s zur Einweihung des ersten ungarischen Schönstatt-Heiligtums nach Obudavar
und trafen sich dort mit den Abai´s. In kurzer Zeit entstand in der
Nähe des Plattensees ein Tagungshaus um das Heiligtum.Es war schon sehr beachtlich mit
welcher Freude und Elan die noch junge Schönstatt-Bewegung in Ungarn wächst.
2006 folgte ein einwöchiger Besuch in Zillbach und 2007 ein Treffen in Pecs.
2008 war wieder Zillbach der
Treffpunkt der Familien. Aus deutscher Sicht ist es einfach umwerfend, wie eine
9-köpfige Familie mit Kindern von 3 bis 18 Jahre miteinander umgehen. Da wir Brähler`s
„nur“ 3 Kinder haben, ist es gut nachvollziehbar wie viel wertvolle
Erziehungsarbeit hier geleistet wird. Diese Familie ist uns ein großes Vorbild
geworden. Fast alles wird gemeinsam gemacht,
z.B. das Brotbacken. Dazu bekommt jeder eine Schale mit Körnern, die von
Verunreinigungen ausgelesen werden. Einer ist für die Bedienung der Getreidemühle,
ein anderer für Teig und das Backen zuständig. Dabei entsteht eine rege Unterhaltung und es wird viel
gesungen. Dies ist uns ein bleibendes Erlebnis. In all den Jahren haben
wir nicht ein einziges Mal gehört, dass ein Kind eine ihm aufgetragene „Arbeit“
missmutig getan oder gar verweigert hätte. Alles geschieht mit Liebe und viel Geduld. Da es
bewußt keinen Fernseher gibt, bleibt viel Zeit zum gemeinsamen Spiel und der abendlichen
Gebetsrunde. Im „Dachboden Heiligtum“ trifft sich die ganze Familie und erzählt von den schönen und guten Ereignissen des Tages. Dafür wird gedankt oder auch
Bitten an die Gottesmutter ausgesprochen. Selbst die kleine Margit (Rufname: Greti) weiss
immer etwas dazu beizutragen. Wir haben diese „Abendandacht“ sehr schätzen
gelernt.
Die Schönstattfahne bekommt bei jedem Treffen ein zusätzliches Band mit
einer Aufschrift von Jahr und Ort sowie ein Symbol für die Begegnung.
Mögen viele Familien solche
wertvollen Erfahrungen sammeln!
Text und Foto: Michael Brähler