Sturm auf dem Meer - in Dietershausen

Heiligtumsfest in Dietershausen am 21./22. Juni

„Warum habt ihr solche Angst? Ich bin doch da! - Jesus befahl dem Wind und den Wellen zu schweigen und es trat völlige Stille ein.“ - Was die Apostel mit ihrem Herrn beim Sturm auf dem Meer vor 2000 Jahren erlebt haben, wurde beim Heiligtumsfest in Dietershausen wieder Gegenwart. Mit Schlauchboot und „lebenden“ Wellen setzt die Schönstatt-Mädchenjugend es anschaulich in Szene, als Zelebrant Dr. Dagobert Vonderau, Fulda, diese Evangelium im Festgottesdienst vorlas. Und die höchst aktuelle Botschaft kam über:  in den Stürmen unseres Lebens heute – in der Wirtschaftskrise oder in persönlichen Grenzerfahrungen  - ist jemand mit uns im Boot, der den Weg weiß und uns in die Zukunft führt. Diesen Gott neu vertrauen lernen und von ihm her das Leben gestalten – das ist Geschenk, das die Mutter Gottes im Schönstatt-Heiligtum als Wallfahrtsgnade anbietet. So Dechant Vonderau in seiner Predigt. Er gab allen als einprägsamen Impuls mit nach Hause: „Miteinander in die Zukunft!“.
Die Musikgruppe „Königskinder“ aus der Pfarrei Christkönig in Edelzell/Engelhelms sorgte in ihrer Weise durch klangvolle und frische Musik dafür, dass dieser Freiluftgottesdienst einfach ein Erlebnis war.

Die „Zukunft“ stand auch beim anschließenden Festprogramm im Mittelpunkt – genauer gesagt auf der Bühne: Auf der „Offenen Bühne für junge Talente“ präsentierten sich drei junge Saxophonistinnen, Zauberer Simon und Kilian mit ihrer „Weltpremiere“, die Kindertanzgruppe Teeny Weenys aus Dietershausen mit einer „Reise um die Welt“ und Christoph Schopp, der mit beachtlichem Können auf einem großen Xylophon „The Entertainer“ und andere Schlager spielte.
Die Jugendliche berichtete von der „Nacht der Heiligtums“- der jährlichen deutschlandweiten  Jugendwallfahrt nach Schönstatt -  und Raphael Dermbach von seiner Arbeit in Chile bei einem Sozialprojekt der Schönstatt-Bewegung.

Bei den vier Dekupiersägen der Holzwerkstatt waren durchgehend junge Handwerker aktiv. Ebenso gern besucht waren die anderen Angebote des Junior-Clubs. Im Gesprächskreis mit Familie Flohr wurde über das Thema diskutiert: „In Familie investieren – Zukunft garantieren“. Man konnte einen Pilgerweg mit Überraschungen und Stationen über die Marienhöhe machen, Lichter-Rosenkranz beten oder im Heiligtum bei einer der gestalteten Gebetzeiten zur Ruhe kommen.
Die Ausstellung: „Jesus, mit dir haben wir Zukunft“ mit selbstgefertigten Egli-Bibel-Figuren war ein besonderer Anziehungspunkt und brachte den zahlreichen Betrachtern das Leben und Tun Jesu lebendig nahe.

Das Schlauchboot kam an diesem Tag übrigens noch Mal zum Einsatz: als toller Spielplatz für die Kleinsten und als dann am Nachmittag heftige Regenschauer niedergingen, passte alles wie bestellt ins nasse Ambiente des Festplatzes. Der guten Stimmung tat der Regen keinen Abbruch. Die Dankfeier am Heiligtum – ansprechend gestaltet von den Schönstatt-Jungs mit Diözesanpräses Ulrich Schäfer – wurde kurzerhand in die Gott-Vater-Kirche verlegt und als man aus der Kirche kam, schien schon wieder die Sonne!

Der Festausklang am Montagabend - mit Gebet am Heiligtum und anschließend dem  beliebten Platzkonzert von Musikverein Haunequelle, mit Cocktailbar und Kreuzberger Klosterbier - ist Dank der aktiven Unterstützung der Dietershäusener Dorfgemeinschaft eine gute Tradition geworden. Und an diesem Abend lässt der Himmel besonders alle spüren, dass die kleine Kapelle auf der Marienhöhe wirklich ein Lieblingsplatz der Muttergottes ist: heftige Regenschauer, Windböen und empfindlich kühle Temperaturen tagsüber. Zur Bündnisfeier bricht plötzlich die Abendsonne durch und bringt sofort Wärme. Es wird ein gelungener Abend der Begegnung von „Diddeshusener“, Schönstättern und Marienschwestern bis in die Nacht.

Bei Männern, die am Grill Dienst tun, geht das Gespräch auch übers erstaunliche Wetter. „Es kommt eben drauf an, wer feiert!“ – „Hier beim Kapellchen haben sie schon einen besonderen Draht zum Petrus...“  Kopfschütteln.  „Das ist die Chefin!“  Erstaunen – anerkennendes Nicken: „Die Chefin! Das kann man stehen lassen!“

Sr. M. Louise
Kommunionelterntage 2012

Damit die Erste Hl. Kommunion mehr wird als ein schönes Fest – nämlich eine Glaubenserfahrung, die mit ins Leben geht – dafür waren wieder viele Eltern mit ihrem Kommunionkind ins Schönstatt-Zentrum Dietershausen zu den insgesamt drei Tagesveranstaltungen gekommen. Aus dem Erfahrungsschatz der Schönstatt-Familienbewegung gab es Impulse und praktische Tipps, wie man das Kind auf seinem Weg begleiten und den Mehrwert des Glaubens als Familie neu entdecken kann.

"Tag zu zweit"
Dr. Manuela und Prof. Dr. Helmut Baumgartner, das Referentenehepaar des Tages, berichten vom „Experiment“ mit Gott als Drittem im Bund ihrer Ehe.
75 Jahre Marienschwestern in Dietershausen
1200 Jahre sind es seit der ersten urkund- lichen Erwähnung von “Dietershausen im Hochstift Fulda“ im Jahr 810 und seit 75 Jahre wirken die Schönstatter Marienschwestern in dieser Rhöngemeinde. Das war der Anlass für die ortsansässige Garten-Firma, eine neue Rosensorte den Schwestern zu widmen.