Schönstatt-Zentrum Dietsershausen

"Sie war eine Institution"

5. April 2019  -  Schwester M. Luzia Fischer - vielen Menschen bekannt als Wallfahrtsleiterin im Schönstatt-Zentrum Dietershausen - ist verstorben

Die langjährige beliebte Ansprechpartnerin auf der Marienhöhe wurde am 5. April 2019 im Pflegeheim der Marienschwestern auf der Liebfrauenhöhe/ Rottenburg vom ewigen Vater heimgerufen: im 97. Lebensjahr - an einem Herz-Jesu-Freitag. An solchen Freitagen hatte sie immer zu Beginn der Anbetungs­nacht der Pfarrei Dietershausen den Tabernakel des Schönstatt-Kapellchens geöffnet.

 

Als drittes von elf Kindern wurde sie am 30. November 1922 auf dem Nassach-Hof bei Fleischwangen, Kreis Ravensburg, geboren. Als Schatz hütete Sr. Luzia zeitlebens einen Brief von Pater Josef Kentenich an ihre Eltern, in dem er seine "große Ehrfurcht" vor ihnen zum Ausdruck brachte und an Freude und Leid der kinderreichen Familie herzlichen Anteil nahm.

1948 trat Sr. Luzia in die Gemeinschaft der Schönstatter Marienschwestern ein und besiegelte ihre Weihe am 8. Dezember 1957 auf Ewig.

 

Nach verschiedenen Einsätzen als Sozialarbeiterin im Rheinland, führte ihr Weg sie nach Dietershausen. 1970 wurde ihre die Sorge für die Wallfahrten übertragen, die sie bis 2000 mit Ganzeinsatz und Freude wahrnahm.

 

Im ganzen Bistum war sie durch die jährlichen Wallfahrten: Vom Bonifatiusgrab zur Gnadenmutter von Schönstatt bekannt. „Sie war eine Institution“, erinnert sich Domkapitular Christof Steinert. Der Sonderzug mit meist über 1000 Pilgern startete in aller Frühe am Fuldaer Bahnhof. Ein Wagen wurde als Kapellenwagen ausgestattet, in dem während der gesamten Fahrt die Anbetung vor dem Allerheiligsten möglich war und Beicht­möglichkeit gegeben wurde. Zahlreiche Erstkommunionkinder fuhren jedes Jahr mit. In ihren Festtagskleidern ga­ben sie der Prozession vom Bahnhof Vallendar bis zum Urheiligtum das Gepräge. Anlässlich des 25. Pilgerzuges am 18. Mai 2000 erhielt M. Luzia die Verdienstmedaille und Ehrenurkunde des Bistums Fulda.

 

Sr. M. Luzia hatte einen tiefen und aktiven Glauben. Die Marien- und Siegessäule auf dem Gelände des Schönstatt-Zentrums in Dietershausen ist u.a. auf ihre Initiative hin 1978 entstanden. Die Weihe Deutschlands an die Gottesmutter wurde dort jedes Jahr beim großen Wallfahrtstag erneuert. Der Fall der Mauer und die friedliche Wende ohne Blutvergießen erlebte Sr. Luzia als Antwort des Himmels. Als bleibendes Zeugnis für das „Wunder der Einheit“ wurden ein Kreuz aus dem Metallgrenzzaun und Stacheldraht der Mauer an Mariensäule und Schönstatt-Kapelle angebracht.

 

Gemeinsam mit Frau Gabi Wehner aus Dietershausen initiierte Sr. M. Luzia als Vorbereitung auf das große Jubiläumsjahr 2000 die erste Ausendung eines Pilgerheiligtums in der Diözese Fulda. Immer wieder war sie der Motor für weitere Pilger­kreise. Heute besuchen Bilder der Pilgernden Gottesmutter jeden Monat über 3000 Haushalte im Bistum Fulda und schaffen so kleine Inseln des Glaubens im Alltags.

Sie hat bleibende Spuren im Bistum Fulda hinterlassen.


Die Feier des Marienmonats Mai mit Gebet und Lichterprozessionen war Sr. Luzia in den 48 Jahren ihres Dienstes in Dietershausen immer ein Herzensanliegen.

 

Am Sonntag, 26. Mai 2019, 17.30 Uhr

feiern wir am Schönstatt-Heiligtum das Marienlob zum Maischluss

als Dank- und Gedenkgottesdienst für Sr. M. Luzia und ihr Wirken im Bistum Fulda.

 

Herzliche Einladung!




 


Sr. M. Luzia Fischer
 

Schönstatt-Bewegung im Bistum Fulda


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