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Frauenkongress deutschlandweit - und in Fulda!

13. November 2021     


Claudia Brehm  Der „FrauenKongress deutschlandweit“, der aus Pandemiegründen nicht als zentrale Großveranstaltung in Schönstatt, Vallendar, sondern von Juli bis November im Rahmen von 22 Veranstaltungen in den Schönstatt-Zentren in ganz Deutschland stattfand, erlebte mit der Veranstaltung in Dietershausen, Diözese Fulda, am Samstag, 13. November, seinen Abschluss. Die Schönstattbewegung Frauen- und Mütter freut sich über diese erfolgreiche Alternative zur nicht möglich gewordenen Großveranstaltung und darf auf viele gelungene Begegnungen zurückschauen.


An den verschiedenen Veranstaltungsorten gelang es, Frauen für ihr Frausein neu zu begeistern und ihnen Hilfen zu vermitteln, sich selbst gegenüber mehr Wertschätzung als geglückte Schöpfung Gottes zu entwickeln sowie ihre eigenen Lebensumstände neu anzugehen und bewusst zu gestalten. „Ich bin etwas Besonderes. Ich bin gut, so wie ich bin, ich muss mich nicht verstellen. Dieses Wissen nimmt viel Druck weg und baut eine tiefe Freude auf,“ so die Reaktion einer Teilnehmerin, die stellvertretend für ähnliche Erfahrungen bei dieser deutschlandweiten Kongressveranstaltung stehen kann.


Beate Kött, Sr. Alena Engelhardt      Das große FrauenKongressplakat lädt schon von weitem ein ins neu erbaute und gestaltete Josef-Engling-Haus auf der Marienhöhe. Es ist seit langer Zeit wieder die erste Großveranstaltung der Schönstattbewegung Frauen und Mütter in Dietershausen. Andrea Nees aus Dietershausen und Brunhilde Zöckler aus Herbstein führen die Frauen sehr sympathisch durch das Programm dieses Tages. Sie verlebendigen in ihrer je eigenen unverwechselbaren originellen Art das, was als Motto an der Wand des großen Vortragssaals zu lesen ist: „Sei, was du bist. Sei es in bestmöglicher Form“.


Per Video wird der zentrale Impuls des Kongresses von Schwester M. Caja Bernhard, verbunden mit der Sandperformance von Frauke Menger zum Kongressthema „Du wirkst – von innen her mehr bewegen“ eingespielt. Dieser Input bewegt wirklich, besonders auch die Frauen, die zum ersten Mal dabei sind, angesprochen und mitgebracht von Freundinnen, die öfters nach Dietershausen kommen.

In der Mittagspause ergeben sich intensive Gespräche. Die Frauen erzählen von ihren Erfahrungen im Blick auf Beziehungen im Berufsalltag, in der Familie, im Bekanntenkreis. Wie gehe ich um mit jemanden, dessen Nähe mir nicht gut tut, aber dem ich mich kaum entziehen kann? Was erwarten andere von mir persönlich, von mir als „Frau“? Wie gehe ich mit Erwartungen um und wie kann ich achtsam mit mir selbst umgehen? Es ist unglaublich, was in 40 Minuten alles berührt werden kann an tieferliegenden Themen.


Das „Kreative Malen“ im Alternativprogramm findet großen Zuspruch bei den Frauen. Wem das zu langwierig ist, kann sich eine Kerze mit dem FrauenKongress-Herz-Logo gestalten oder an einem der beiden Gesprächskreise teilnehmen zu „Frau und Spiritualität“ oder zu „Frau und gesellschaftliches Engagement“. Hier wird schnell deutlich, dass Engagement keine Frage des Alters, sondern eine Frage jugendlicher Herzen und begeisterungsfähiger Menschen/Frauen ist.

Der „musikalische Pilgerweg“ mit dem Motto: „Was Frauen heute bewegt“ muss aus Witterungsgründen aus der Natur ins Heiligtum verlegt werden. Bei jeder Station: ein kurzer Austausch, ein passendes Lied und Meditationstexte zum Tagesthema. Die konzentrierte, ruhige Atmosphäre und die Echos der Frauen hinterher zeigen, wie nötig und aufbauend die Frauen Zeiten des Ausruhens und des neu gefüllt Werdens bei Gott empfinden.

Am Stand, der über das Leben von Gertraud von Bullion informiert, eine der ersten Frauen, die die Frauenbewegung in Schönstatt vor 101 Jahren initiierten, meint eine Teilnehmerin erstaunt: „Beeindruckend wie Frauen zur damaligen Zeit schon so modern gedacht und gehandelt haben.“


Das "Kongress Geschmunzel", eine Laudatio auf die Spezies Frau, per Video eingespielt, wird zum Heimspiel. Elena Kumerics, Maria Wawra und Andrea Ness aus Dietershausen sind die Akteure. Die zuschauenden Frauen sind begeistert von „ihren“ Fuldaern. Spontaner anhaltender Applaus! Dem Wunsch, das Ganze gleich nochmal zu sehen nach dem Sektausschank, wird natürlich stattgegeben.


Ob „moderierter Austausch“ oder spontaner Austausch untereinander unter längst Bekannten und das Knüpfen neuer Beziehungen mit bis dato noch unbekannten Frauen, oder der Wunsch nach „im Gespräch sein mit Gott“ in der Schönstatt-Kapelle, auffallend ist das Bedürfnis nach freudiger Begegnung und tieferen Gesprächen. Trotz der leider notwendigen Corona-Einschränkungen ist ein entspanntes, tiefes Miteinander spürbar.


Zur abschließenden „Meditativen Gebetszeit“ kommt extra zu Verena Gass noch Veronika Schüler dazu, die aufgrund der Betreuung ihres Babys nur kurz Zeit hat. Beim Abschied sagt sie: „Allein für diese halbe Stunde hat sich das für mich gelohnt, zu kommen. Es ist einfach eine ganz schöne Atmosphäre hier, in die ich hineinkomme. Das tut mir so gut.“


Frau V. nimmt den neu erhaltenen Mut mit, auch für sich selbst zu sorgen. Frau B. möchte mehr als bisher den Eingaben, die von innen kommen, trauen und sie auch umsetzen. Frau G. empfindet Frausein als große Schatzkiste und möchte vermehrt die Dinge, die sie darin findet, auch anwenden. Und Frau K. ist glücklich, dass sie unperfekt sein darf. Sie möchte vor dem Blick nach außen, mit dem Blick nach innen schauen, welche Begabungen sie hat. Das möchte sie auch gerne für ihre Kinder verwirklichen. Mit ihnen nach deren Begabungen suchen und diese stärken.



Schönstatt-Bewegung im Bistum Fulda


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