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Frauenfrühstück

7. + 8. Februar 2022     Jedes Mal volles Haus beim Frauenfrühstück mit Sr. M. Annetraud Bolkart und Sr. M. Isabell Lustig als Referentinnen zum Thema: „Zwischen Weinen und Lachen schwingt die Schaukel des Lebens.“

Diesen Satz von Christian Morgenstern hatten die Teilnehmerinnen beim Vortrag - durch eine kleine Deko-Schaukel vorne - immer vor Augen.


Blitzlichter aus dem Vortrag:

Die Schaukel bringt etwas von unserem Lebensgefühl zum Ausdruck: Wir erleben Freudiges und Belastendes und vieles Dazwischen.

Je mehr es uns glückt mit Beidem zurechtzukommen, desto „runder“ wird unser Leben.


Wenn wir unser Leben als Abenteuer mit Gott verstehen, wenn wir es als Schaukeln mit ihm sehen können, dann bekommt es ein anderes Vorzeichen. Gott ist es, der mit uns schaukelt, der dafür sorgt, dass es nach oben oder nach unten geht.

Kann man so denken? Pater Kentenich sagt: Ja, denn Gott ist ein guter Vater. Er will immer nur das Beste für mich.

„Sehen Sie, da mag kommen, was will, die erste Frage ist: Lieber Gott, was willst du mir damit sagen? Nicht das innere Durcheinandersein: Aber verflixt, dass mir das passiert ist!“ (J. Kentenich)


Mit Humor kann ich leichter der Wahrheit ins Gesicht schauen, wenn etwas anders kommt, als ich es erwartet habe.

Das ist der Mensch, der nicht verbissen, sondern mit einem stillen Lächeln auf dem Gesicht die Situation annimmt, so wie sie sich im Moment zeigt.

Der heilige Papst Johannes XXXIII. war sehr humorvoll. Von ihm gibt es viele Anekdoten. Schelmisch blitzte oft seine heitere Selbstironie auf: „O Gott, du hast doch gewusst, dass ich Papst werden soll. Warum hast du mich dann so hässlich gemacht?“


Wer ein Lächeln für andere hat, wer über sich selbst und über unveränderbare Dinge lächeln kann, der ist ein Lebenskünstler.

Dürfen wir uns freuen angesichts all der Probleme und leidvollen Erfahrungen, die uns täglich „anspringen“?

Ist da nicht das Weinen die angemessenere Reaktion?

Im menschlichen Weinen dem lächelnden Vatergott begegnen, das ist eine Gnade, wenn wir das mehr und mehr lernen. Es ist der Heilige Geist, der uns diese Gnade schenken will.

Es ist die Gnade, die Pater Kentenich nennt: „Göttliches Lächeln“ mitten im „menschlichen Weinen“.

Es ist die Gnade, glauben zu können, dass Gott mich immer liebt, dass er behutsam mit mir umgeht wie eine gute Mutter, die für ihr Kind immer das Beste auswählt.


In dem Predigtzyklus, den Pater Kentenich in Milwaukee über dieses Thema hält, stellt er Spielregeln vor, nach denen wir uns richten können, um in der Schaukel des Lebens immer sicher sitzen können, um uns auf den Liebeswillen Gottes „einspielen“ zu können.


Die erste Regel:

„Mache dich frei von unnötigem Zwang, von einer gewissen Ichverkrampfung.“

Die zweite Spielregel:

„Spiele mit steter Heiterkeit“.

Daraus ergibt sich die dritte Spielregel: „Spiele mit konsequenter Geistbeseeltheit“

Geistbeseelt leben, im Heiligen Geist leben, heißt immer, auch in schwierigen Situationen fragen: Lieber Gott, was willst du mir dadurch sagen? Was willst du durch dieses Ereignis von mir?

Wir brauchen den Heiligen Geist, damit wir in allem „menschlichen Weinen“ das „Lächeln“, die barmherzige Liebe Gottes erkennen können.


Meditation:

Zwischen Himmel und Erde,

Nähe und Ferne,

Freude und Schmerzen,

zwischen Höhen und Tiefen, Schatten und Licht, Abgrund und hochragenden Gipfeln

schwingt die Schaukel meines Lebens.

Und Du, mein Gott, bist dabei.

Es ist Sehnsucht und Erfüllung,

Festhalten und Loslassen,

Erfolg und Misserfolg,

Gelingen und Versagen,

Genießen und Verzichten,

Lachen und Weinen,

was ich in meiner Seele spüre.

Und du, mein Gott, bist dabei.

In dir ist sie festgemacht, verankert in deiner Liebe, die Schaukel meines Lebens,

die schwingt zwischen Lachen und Weinen.

Du, mein Gott bist dabei, bist immer dabei.

Danke!



O -Ton einer Teilnehmerin:

"Das Frühstück war lecker und der Vortrag sehr ansprechend, nicht langweilig und sehr lustig. Wir haben viel gelacht. Ich persönlich empfand die Punkte zur Verbesserung der schwierigen Lebenslagen sehr hilfreich, ich versuche ja auch im Alltag danach zu leben. Eigentlich ist es ganz einfach, aber doch so schwer volles Gottvertrauen zu haben. Aber ich bleibe am Ball."



Nächstes Frauenfrühstück : 7. April 2022



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